Archiv des Autors: sarah

Musikvideo Hummingbird

Es brauchte nicht viel, ausser ein paar feste Schuhe, mein Notizbuch, eine Kamera und das Sonnenlicht. Hummingbird ist eine Reise. Eine Collage aus Erinnerungsfetzen, Reisenotizen & Träumen. Für den Dreh sind Sebastian (Kamera) und ich Frühmorgens mit dem Sonnenaufgang aufgestanden. Und dann sind wir losgelaufen, vorbei an Äckern und Feldern bis in den Wald. Wir haben den ganzen Tag lang gedreht. Das Wetter war genau richtig. Ein warmer Herbstag in leuchtenden Farben. Es war lustig mit einer Drohne zu filmen, die wie ein Plattfrosch aussah und nie das machte, was wir wollten. Sie blieb in Ästen hängen, wollte einfach nicht vom Boden abheben und hat auch sonst ganz schön Wind gemacht. Die Idee mit der Drohne kam uns, weil der „Hummingbird“, der kleine Vogel, das Leben, unsere Welt, aus einer anderen Perspektive beobachtet. Der Raum in dem ich gefilmt wurde, kann für Einsamkeit oder Suche stehen. Das Schreiben, der Briefwechsel ist der Austausch, die Verbindung zum Hummingbird. Und das Notizbuch ist ein ständiger Wegbegleiter, auch außerhalb des Films. 

„Mama pflegte zu sagen, dass man an den Schuhen, die sie tragen, viel über Menschen erzählen kann. Wohin sie gehen, wo sie waren…“ Forest Gump

Regie, Kamera & Schnitt: Sebastian Roncal

Ihr findet das Video in der Rubrik: FILM.

Gute Reise! 💛 Sarah 

Ein Buch

Ich schreibe und schreibe…ein Buch! Es ist so ganz anders als ein Lied zu schreiben, viel unübersichtlicher und zeitintensiver, und es ist herrlich sich mal so richtig die Seele freizuschreiben. „Schreibe wie Du redest, so schreibst du schön.“ (G.E.Lessing) Dieser Satz erinnert mich daran bei mir selbst zu bleiben und sagt mir, dass es gar nicht so kompliziert ist ein Buch zu schreiben, obwohl mein Kopf mir oft was anderes sagt. „Bitte nicht noch ein Buch, das die Welt nicht braucht!„, „Du bist keine Schriftstellerin!“ „Ein Buch über dein Leben? Wie anmaßendend!“ „Lieder ja, aber gleich ein ganzes Buch?“

Und nun sitze ich hier am offenen Fenster, höre die Vögel singen und schreibe. Dabei hatte ich mir nie vorgenommen ein Buch zu schreiben, doch während ich schreibe merke ich, wie stark und wunderbar die Geschichten sind, die ich erlebt habe und das es kein wirkliches Ende gibt, weil alles weitergeht. Jeden Tag aus Neue! „Mama pflegte zu sagen, dass man an den Schuhen, die sie tragen, viel über Menschen erzählen kann. Wohin sie gehen, wo sie waren..“ (Forst Gump)

Heute habe ich ein Lied für alle Geschichtenerzähler, deren Kopf leer und deren Herz voll ist. Rambling Path findet Ihr hier: https://soundcloud.com/sarah-brendel-official/rambling-path?in=sarah-brendel-official/sets/among-10-000

Gute Grüsse aus dem Schreibzimmer, Sarah

Afrika Prison Tour

Eins meiner allerersten Konzerte habe ich in einem Gefängnis, in meiner Heimatstadt Vechta gespielt. Es war ein sehr eindrückliches Erlebnis! Nun reise ich, in dieser Woche, am 6. Oktober zum ersten Mal (mehr als zwanzig Jahre später:) nach Afrika/ Uganda, um dort im grössten Gefängnis Uganda´s in Kampala, im Upper Prison (3500 Männer) meine Lieder zu spielen. Dort besuche ich auch den Todestrakt, indem zur Zeit etwa 180 Männer inhaftiert sind, um für sie zu singen.

Für drei Wochen werde ich in Ostafrika sein, um in sechs verschiedenen Gefängnissen für Frauen & Männer zu singen, auch in Masaka (mit Überquerung des Äquators:).

Die Reise ist ein grosses Abendteuer, das ich wage, weil mich in Uganda ein erfahrenes Team begleitet und Zuhause meine Familie & Community aus vollem Herzen hinter mir steht. Ich bin ganz schön aufgeregt und es wäre schön, wenn Du mich auf dieser Reise in Gedanken & vor allem mit Deinen Gebeten begleitest und ich versuche immer mal aus der Ferne zu berichten.

Du kannst mich auch finanziell auf meiner Prison-Tour supporten: paypal.me/sarahontour

Hab vielen Dank! Gute Grüsse und bis bald, Sarah

Des Künstlers Beruf: Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens. -Robert Schumann

Meine Band und ich

Nach ein paar Solo Konzerten freue ich mich wieder mit voller Band unterwegs zu sein. Guckt mal unter der Rubrik „Tour“, dort seht Ihr, wo wir wann sind. Im August spiele ich zusammen mit meinem Cellisten auf dem Freakstock Festival ein Abend Konzert. Ansonsten bin ich schön beschäftigt in unserer Künstlerkommunität auf Schloss Röhrsdorf, weil in diesem Sommer viele neue Familie bei uns einziehen. Ich schreibe Lieder, es sind so viele, dass ich über ein weiteres Album nachdenke. Und ich schreibe an meinem ersten Buch, das nächstes Jahr erscheinen wird. Darüber erzähle ich noch ausführlicher. Auch unsere Projekte (Siehe Rubrik „Refugeeum“) für Syrien sind mir ein wichtiges Anliegen, und ich freue mich immer wieder über Eure treue Unterstützung. Danke! Wir können dadurch vielen Menschen Lebensmittel, Wasser und Wohnhilfe geben, die sonst nicht über die Runden kommen würden. Das ist echt grossartig!

Euch & Euren Familien Grüsse von Herzen. Bis bald wieder,

Sarah

The Band: Janik, Filip, Sarah, David und Moritz

Photo by Daniel Lindhüber (https://www.dlindhueber.de)

Solo Tour

„Singing is a way of escaping. It´s another world. I’m no longer on earth.“ -Edith Piaf

Alle, die sich, wie ich, wieder auf Live Musik freuen, können zu meinen Frühlings-Konzerten im April/ Mai kommen. Ich werde aus vollem Herzen für Euch singen! Lieder von u.a meinem neuen Album AMONG 10.000 an Gitarre & Klavier, und ich werde ein paar Gedanken und Geschichten mitbringen. Konzerte und Infos findet Ihr unter der Rubrik Tour.

Ich freue mich auf Euch! Sarah



Während der Album Aufnahmen zu AMONG 10.000 hat uns Daniel Lindhüber mit seiner Kamera begleitet. Auch auf unserer letzten Tour kam er mit seine Fotokamera um die Ecke. Die meisten Aufnahmen entstanden ganz spontan, einfach weil Daniel ein sehr guter, geduldiger Beobachter ist, der ohne sich aufzudrängen, in sehr persönlichen Momenten zur Stelle ist. Einige dieser Photographien möchte ich Euch zeigen.

Dieses Photo entstand in einer kurzen Pause am Mischpult, in den Castle Studios für die Aufnahmen am neuen Album. Meine Tochter kam fröhlich zur Tür herein und setzte sich auf meinem Schoss während Daniel den Kamera Auslöser drückte. Viele fragen mich, ob das Schreiben von Liedern sich geändert hat, seitdem ich Kinder habe. Ich fand dazu ein passendes Zitat von Eddi Vedder: People say, ‚How does having kids change your writing? Do you see the world through their eyes?‘ No – you just become a faster songwriter… In the old days, you’d be like, ‚Oh I’m gonna work on this song for a few days.‘

In den letzten Monaten habe ich sogar mehr Lieder geschrieben als in den Jahren bevor wir Kinder und alle Zeit der Welt hatten. Manchmal denke, dass Kinder die vielen schönen Sachen, die in uns stecken noch viel mehr zum Vorschein bringen und dass es nicht so ist, dass sie uns Zeit und Muse rauben. Sie bringen natürlich auch die nicht so angenehmen Seiten aufs Tablett, das kann ganz schön ins Eingemachte gehen. Familie ist die anstrengendste und beste Charakterschule, die ich kenne.